Delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

Herzesser und Diebslichter: Krimineller Okkultismus

Episode Summary

In dieser Bonusfolge schauen wir uns nicht nur das (vermeintliche) Motiv des Herzerlfressers von Kindberg (Staffel 4, Folge 3) genauer an. Christa Tuczay und Thomas Ballhausen sprechen mit David Knes über die unglaublichen Facetten des kriminellen Okkultismus in der Geschichte – vom Herzessen bis hin zu Diesbslichtern.

Episode Notes

Christa Tuczay und Thomas Ballhausen  widmen sich in ihrer Forschung der Magie und dem Aberglauben aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive und sprechen im Podcast über historische Phänomene, darunter auch das Herzessen. 

Im Laufe der Geschichte führten okkulte Vorstellungen immer wieder zu allerhand Grausamkeiten. "Zauberei mit Leichenteilen ist seit dem Altertum nachgewiesen", führt etwa Tuczay aus. So bevorzugten Räuber und Einbrecher bestimmte Leichenteile. Unter anderem Kinderhände, die man nicht nur Gräbern entnahm, sondern wofür auch schwangere Frauen getötet wurden. Die rechte Hand der Föten – vor allem Buben – wurden abgeschnitten, die Finger zu Kerzen verarbeitet. Einbruchsopfer sollten auf diese Weise mit einem Schlafzauber belegt werden. Solange die Diebskerzen brannten, so die Vorstellung der Einbrecher, wären ihre Opfer in einem tiefen Schlaf und könnten nicht aufwachen. 

Welche Rolle Hexen und Dämonen spielen, was der Ursprung kriminellen Aberglaubens ist, wie weit verbreitet er war und warum diese Motive auch nach der Aufklärung – bis heute –literarisch aufgeladen sind, das besprechen wir in dieser Folge.

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