Delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

Mord und Folter hinter der Fassade des "Vorzeigemodells"

Episode Summary

Die Betreuten mussten ihr eigenes Erbrochenes essen, wurden im Winter im Freien mit kaltem Wasser übergossen und man ließ sie hungern, wenn sie nicht spurten. Nach außen galt das Behindertenprojekt von Eva Maria P. als Vorzeigemodell, doch hinter der Fassade verbarg sich ein System der Gewalt, das schließlich in einem Mord gipfelte.

Episode Notes

Sie galt als charismatische und liebevolle Pflegemutter. Ihr Behindertenprojekt in Paldau bei Feldbach (ca. 30 Kilometer südöstlich von Graz) wurde als Vorzeigemodell von Politikern, der High Society und Medien in den Himmel gelobt. Ihr Mann, Karl P. war ein bestens vernetzter Richter mit guten Kontakten ins Justizministerium. Doch hinter der Fassade des Hofs von Eva-Maria P. verbarg sich die Hölle auf Erden

Als ein Adoptivkind der Familie eine Postfiliale im Ort ausraubte, begann sich Hans Breitegger, Kriminalreporter der Kleinen Zeitung, für den Fall zu interessieren. Seine Beobachtungen ließen ihn vermuten, dass an dem Hof der Familie P. etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, er begann zu recherchieren und stieß auf einen rätselhaften Selbstmord im Umfeld der Familie.

Elisabeth M. (22) wurde auf dem Hof der Familie P. betreut, sie verschwand im Februar 1984. Ihre Leiche wurde im April desselben Jahres mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden wurde. Von der Polizei zuerst als Selbstmord ad acta gelegt, deutete schließlich immer mehr auf ein Gewaltverbrechen hin. Nachdem ein weiteres Mädchen vom Hof verschwand, begann sich das Netz um Eva Maria P. und ihre Haushälterin Maria H. immer enger zu ziehen. Das konnte auch der Ehemann, der Richter Karl P. nicht verhindern. Endlich traten die unmenschlichen Verhältnisse, die die Betreuten ertragen mussten zu Tage.

Mit Hans Breitegger und David Knes.