Delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

Nach 23 Jahren brachte eine Frau ihren Vergewaltiger ins Gefängnis

Episode Summary

Caroline wurde als zehnjährige von einem Nachbarn sexuell missbraucht und litt über 20 Jahre unter den schweren Folgen der Tat. Schließlich brach sie ihr Schweigen und ging vor Gericht. Doch nach dem Schuldspruch für den Täter, wurde sie zum Ziel von Anfeindungen in ihrem Ort. Sie reagierte mit einer ungewöhnlichen und drastischen Entscheidung.

Episode Notes

In dieser Folge geht es um eine tragische Geschichte, die letztendlich aber einen ermutigenden Ausgang nimmt. Caroline war zehn Jahre alt. Sie war gerade auf der Suche nach ihren Spielkameraden, fragte dazu den Bauern aus der Nachbarschaft. Er führte das Mädchen in eine Scheune, wo er sich auf brutale Weise an ihr verging.

Es begann ein jahrzehntelanger Leidensweg für das Mädchen, sie konnte sich niemanden anvertrauen. Weder ihre Eltern und noch Ärzte konnten eine Erklärung für die plötzliche und dramatische Änderung ihres Wesens finden. Erst etwa 20 Jahre später – im Zuge einer Therapie – begann sie zu sprechen und beschloss ihren Vergewaltiger anzuzeigen. 

Der inzwischen 70-jährige Täter wurde verurteilt: fünfeinhalb Jahre. Doch mit dem Schuldspruch war der Leidensweg der jungen Frau nicht vorbei, im Gegenteil. Teile ihres Heimatortes begannen mit Anfeindungen gegen Caroline, stellten sich auf die Seite des Täters. Doch Caroline war entschlossen, kein Opfer mehr zu sein und traf eine drastische Entscheidung. Sie ging mit ihrer ganzen Geschichte an die Öffentlichkeit.  

Es gibt zahlreiche Organisationen, an die sich Missbrauchsopfer in Österreich wenden können, zum Beispiel: 

Weißer Ring  oder Gewaltschutzzentren